Masken selber machen

So wird's gemacht!

Maike Jacobs, Redakteurin Neue Presse mit selbstgenähten Masken

Im Netz gibt es inzwischen so viele tolle Tipps zum Selbermachen von Masken, dass wir das Rad nicht neu erfinden wollen. Danke an alle Kreativen, die uns ihr Know-how zur Verfügung stellen.

Den Anfang macht Maike Jacobs, Redakteurin bei unserem Medienpartner Neue Presse.

Das schafft ihr mit Sicherheit auch!

Da es noch an professionellen Schutzmasken mangelt und sie denjenigen zur Verfügung stehen sollten, die in der Pflege oder im medizinischen Bereich tätig sind, ist es eine gute Alternative, die Masken für den Eigengebrauch selbst zu nähen. Und es ist gar nicht so schwierig, im Gegenteil. Es ist sogar ein schönes Anfängerprojekt für Kreative, mit dem man auch noch etwas Gutes für sich und seine Mitmenschen tun kann. Viel braucht man für die einfachste Version nicht: Am besten verwendet man kochfesten Stoff wie Webware oder Baumwolle. Man kann auch elastische Stoffe wie Jersey nehmen, die sind allerdings in der Regel nicht zum Kochen geeignet. Außerdem braucht man elastisches Gummiband und eine Nähmaschine. Wer kein Gummiband hat, kann alternativ Bänder zum Binden hinter den Ohren oder dem Kopf verwenden.

Schritt 1: Ausschneiden

Maske selber machen - Schritt 1

Es gibt verschiedene Schnittmuster zum kostenlosen Download im Netz. Eine sehr einfache Vorlage, die für Nähanfänger*innen geeignet ist, aber auch gut in der Passform sitzt, stammt von einer Bloggerin mit Namen „Nähfrosch“. Das Schnittmuster kann man sich von der Webseite herunterladen. Dabei sollte man bei den Druckereinstellungen aufpassen, dass man die Größe nicht anpasst. Zur Sicherheit gibt es ein fünf mal fünf Zentimeter großes Kontrollkästchen auf dem Schnittmuster für den Ausdruck. Das Schnittmuster schneidet man aus und legt es auf den Stoff. Mit einer Schere oder einem Rollschneider schneidet man den Stoff aus (die Nahtzugabe ist schon in der Vorlage enthalten). Man braucht zweimal zwei gegengleiche Teile – einmal für den Innenstoff und einmal für den Außenstoff. Wer mag, kann einen anderen Innenstoff wählen, so kann man bei Bedarf die Maske später wenden und hat zwei Designs.
https://naehfrosch.de/mundschutz-selber-naehen/

Schritt 2: Erste Naht

Die Schnittteile legt man jeweils rechts auf rechts übereinander, das heißt, die „schöne“ Seite liegt innen aufeinander. Nun näht man, zunächst entlang der mit Klammern zusammengehefteten Linie, die beiden Teile zusammen. Bei Baumwollwebware sollte man auch zuvor alle Stoffkanten mit einem Zickzackstich versäubern, damit der Stoff nicht ausfranst. Bei einen Jerseystoff muss das nicht unbedingt sein. Wer eine Overlock-Maschine hat, versäubert die Naht beim Zusammennähen gleich mit.

Stoff für Maske wird mit Wäscheklammern fixiert

Schritt 3

Maske wird mit Wäscheklammern fixiert

Jetzt legt man die an der einen Seite zusammengenähten Schnittteile wiederum rechts auf rechts ineinander und achtet darauf, dass die Mittelnaht aufeinander liegt.

Schritt 4: Seiten schliessen

Entsprechend der Klammerung werden die obere und untere Seite mit der Nähmaschine genäht. Dabei sollte man darauf achten, dass die Mittelnaht wirklich aufeinandertrifft.
Die Seiten bleiben noch offen. Durch eine der beiden Seiten wird jetzt die Maske gewendet und mit den Fingern entlang der Nähte ausgeformt. Wer mag, kann auch jetzt die Nähte einmal überbügeln, damit sich die Stoffe gut legen.

Maske selber machen - Schritt 4a

Schritt 5: (Gummi)Bänder ausmessen

Selbstgemachte Maske mit Lineal und Schere

Nun werden die Bänder für die Ohren angenäht. Hier gibt es verschiedene Möglichkeiten.
Man kann Gummibänder verwenden, sollte aber darauf achten, dass sie nicht zu dick sind, damit sie nicht hinter den Ohren scheuern, wenn man die Maske länger trägt. Aus diesem Grund dürfen sie nicht zu eng sitzen. Sind die Bänder zu lang berechnet, kann die Maske schnell herunterrutschen. Wie lang die Gummis genau sein sollen, hängt auch von der Kopfform und der Position der Ohren ab. Am besten sollte man es ausprobieren. In der Regel sitzen Gummibänder mit der Länge zwischen 17 und 19 Zentimetern gut.
Tipp: Mit einem Feuerzeug die Enden der Bänder etwas anbrennen, damit die Fäden verschmelzen und sich nicht beim Tragen auflösen. Wer keine Gummibänder zur Hand hat, kann auch längere Bänder zum Zusammenbinden nehmen, die der*die Träger*in individuell für sich hinter dem Ohr knotet. Wer eine Maske aus Jersey näht, kann alternativ über den Rand einen langen schmalen Jerseystreifen nähen.

Schritt 6: Bänder einschieben

Die beiden offenen Seiten der Maske werden nach innen etwas eingeschlagen. Die Gummibänder werden oben und unten mit in die Öffnung (etwa einen halben bis einen Zentimeter) hinein geschoben und mit einer Stecknadel oder mit Klammern fixiert. Sie müssen tief genug zwischen den Stoffen liegen, damit man sie bei der folgenden Naht sicher mit festnäht.

Selbstgemachte Maske kurz vor der Fertigstellung

Schritt 7: Maske umnähen

Stoff wird an der Nähmaschine genäht

Mit einem schönen Zierstich oder einem geraden Stich näht man nun einmal an den äußeren Nähten der Maske rundherum. Dabei schließt man auch gleichzeitig die seitlichen Öffnungen und fixiert die Gummibänder für die Ohren. Wer mit Jersey genäht hat, sollte hier einen flexiblen Stich – zum Beispiel einen Zickzackstich – wählen, bei Masken aus Webware kann man jeden Stich nehmen, der einem gefällt. Wer mag, kann an dieser Stelle auch mit einem anderen Faden einen weiteren Farbakzent neben der Stichart setzen.

Schritt 8: Fertigstellen

Herzlichen Glückwunsch! Jetzt ist die Wende-Behelfsmaske fertig.

Fertige Maske, die selbst genäht wurde
Fertige Maske, die selbst genäht wurde

Wichtige Infos von unserem Medienpartner

Bei den selbst genähten Behelfsmasken handelt sich nicht um einen medizinischen Schutz. Denn die Masken haben natürlich keinen speziellen Filter. Aber sie sorgen zum Beispiel dafür, dass beim Niesen oder Husten weniger Tröpfchen herumfliegen. Außerdem fasst man sich automatisch weniger ins Gesicht, wenn man eine Maske trägt.

Wer seine selbst genähte Maske in den sozialen Medien postet, sollte darauf achten, dass er sie „nur“ als Behelfs-Mund-Nasen-Schutz oder Behelfsmaske bezeichnet, um auch juristisch klar zu machen, dass es sich nicht um ein Medizinprodukt handelt.